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23.05.2017_Lebenslanges Lernen

"Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ (Sokrates)

Das wachsende Arbeitspensum am Acker macht sich bemerkbar. Verglichen mit den letzten Monaten, fällt es mir derzeit zunehmend schwerer, Zeit für meinen Blog zu finden. Aber wer suchet der findet auch. Gerade eben hab ich noch die frisch gesetzten Paprika bei Sonnenuntergang gegossen, die müden Hendln auf ihre Stangen gesetzt…jetzt sind sie alle versorgt. Also, endlich: Türe zu, Laptop auf.
Gedanklich doch noch einmal ganz kurz raus aufs Feld: Unser Gemüseacker hat sich in den letzten Wochen merklich gefüllt…Kraut & Rüben, Kartoffeln & Zwiebel, Erdbeeren, Tomaten & Paprika, Melanzani, Kürbis, Zucchini, Gurken, Fenchel, Sellerie, Bohnen und noch vieles mehr. Wir sind zufrieden…auch wenn wir mit dem Wetter noch nicht so richtig Freundschaft geschlossen haben. Zu warm, zu kalt, zu trocken, zu sonst irgendwas. Aber das ist in Zukunft unser tägliches Brot, also gewöhnen wir uns einfach gleich dran. Das Gemüse wächst und gedeiht trotzdem. Ein gutes Gefühl überkommt uns, wenn wir unsere abendliche Runde da draußen drehen.
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Es wird schon...
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Krautschädl soweit das Auge reicht!
Auf und mit diesem Stück Land gibt es in den kommenden Jahren noch viel zu lernen. Aber keinesfalls nur für diejenigen, die uns hoffentlich in Zukunft im Rahmen unserer geplanten Angebote im Bereich Natur- und Umweltbildung besuchen..sondern auch für uns selbst.
Igor und ich haben noch lange nicht „ausgelernt“. Auch wenn wir uns bisher bereits durchaus ambitioniert durchs Bildungssystem geackert haben.
Zeitgleich haben wir unseren „offiziellen“ Bildungsweg begonnen… im Herbst 1989. Während Igor erstmals die Volkschule seiner ukrainischen Heimatstadt betrat, stand ich mit gefüllter Schultüte in der Steyrer Redtenbachergasse vor der VS Promenade. 12 Jahre später gingen unsere Zukunftsträume annähernd in die gleiche Richtung. Unsere Bildungs- und Lebenswege sollten sich schlussendlich auf skandinavischem Boden kreuzen. Und jetzt sind wir hier…auf unserem Acker. Wofür denn so lange studieren und dann nur Unkraut jäten und in der Erde wühlen?! Hin und wieder hab ich sie schon bemerkt…die Verwunderung.
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Ackern...
Der Bildungsweg ist meines Erachtens nicht nur ein Marathon an theoretischer Wissensaneignung – von dem dann ohnehin vieles irgendwo auf der Strecke wieder verloren geht. Bildung ist nicht nur die Möglichkeit – wenn alles gut geht - eine möglichst den eigenen Interessen entsprechende, hoffentlich halbwegs gut-bezahlte Arbeitsstelle zu ergattern. Nein, ich denke, der Bildungsweg ist vor allem auch eine Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung. Bildung ermöglicht eine eigene Einstellung und persönliche Ziele zu finden, den eigenen Denkstil zu entwickeln und eigene Ideen zu verfolgen & zu verwirklichen. Sozusagen im Sinne der eigenen Lebensvorstellungen zu handeln.
Genau da sind wir jetzt … Gemüse anbauen, auch wenn der Boden nicht überall ideal und das Wetter nicht immer auf unserer Seite ist. Werbung machen, Kundenstock aufbauen, Netzwerke aufbauen, Gemüse verkaufen. Programmangebote für Jung und Alt planen,verwirklichen…
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Werbung machen, Netzwerke aufbauen...und die Verwunderung der Nachbarsstandln auf sich ziehen..weil ich alles verschenke und nix verkaufe. Da muss ich offenbar noch was lernen...
Das Leben ist und bleibt ein Lernprozess - lebenslang. Es bleibt zu hoffen, dass wir uns hier einen Arbeitsort schaffen, von dem wir leben können. Aber ich denke, wir lenken unser Schiff in die richtige Richtung. Unser Bildungsweg ist noch nicht zu Ende…Ideen entwickeln, praktisch arbeiten und neues Wissen sammeln ist unsere Devise der Zukunft. In diesem Sinne…
„Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ (Sokrates)
Autor:
Julia & Igor
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"Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ (Sokrates)

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Ackern...
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Werbung machen, Netzwerke aufbauen...und die Verwunderung der Nachbarsstandln auf sich ziehen..weil ich alles verschenke und nix verkaufe. Da muss ich offenbar noch was lernen...