26.07.2016_Land(wirt)schaft zwischen Steyr und Garsten
Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit den Veränderungen und Entwicklungen der mich umgebenden Landschaft. Am realsten, und am längsten zu verfolgen sind für mich die Veränderungen der Landschaft meiner Kindheit, die ich an der Schwelle zwischen Stadt und Land verbracht habe. Am Fuxengut – zwischen Steyr und Garsten - und in der umliegenden Region. Stadtlandschaft in Steyr – Agrarlandschaft in Garsten – Naturlandschaft Richtung Nationalpark Kalkalpen. Der mir so bekannte Zwischenraum zwischen Stadt und Land ist geprägt durch Acker- und Grünland und durch Siedlungsgebiet. Ich fühle mich verwurzelt in der hügelige Landschaft mit den vielen alten „Birnbam“, die in Reih und Glied entlang der Straßen und in den Gärten der verstreut gelegenen Bauernhöfe stehen. Für mich persönlich kann ich von einer raumbezogenen Identität sprechen. Ein Teil meiner Identität ist die Landschaft, in der ich aufgewachsen bin, die Wahrnehmung der sanftwelligen Hügellandschaft, die von Gräben und Bächen durchzogen ist. Wenn wir zu Igors Familie in die Ukraine reisen, und durch die hügelige Kulturlandschaft der Karpaten fahren – die in ihrem Landschaftsbild dem oberösterreichischen Alpenvorland ähnelt - fühle ich mich in gewisser Weise zuhause.
Die Landschaft rund ums Fuxengut hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Seit meiner Kindheit hat sich einiges verändert. Oberhalb und unterhalb des Fuxengutes haben sich neue Siedlungen entwickelt, das Fuxengut ist zunehmend aus einer Randlage in eine zentralere Lage gerückt. Wenn man noch tiefer in der Vergangenheit gräbt und sich alte Karten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts rund ums Fuxengut ansieht, wird ersichtlich wie stark der Siedlungsraum zwischen Steyr und Garsten in den letzten 150 Jahren zusammengewachsen ist.
Das Fuxengut selbst hat sich wenig verändert. Die Flächen werden seit jeher landwirtschaftlich genutzt, die Streuobstbäume werden bis heute nachgepflanzt. Die alten Birnbäume im Streuobstgarten sind mittlerweile über 100 Jahre alt.
Schon auf unterschiedlichste Weise wurde die insgesamt rund 5 Hektar große Fläche landwirtschaftlich genutzt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war das Fuxengut die Gärtnerei des damaligen Benediktinerklosters Garsten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam das Fuxengut in Familienbesitz, die landwirtschaftlichen Flächen wurden als Baumschule und später für Obstbau genutzt. Seit Ende der 1980er Jahre wurden die Flächen an andere Landwirte der Umgebung verpachtet und als Ackerflächen verwendet.
Am Fuxengut, das nunmehr unmittelbar an den verdichteten Siedlungsraum von Steyr und Garsten angrenzt, eröffneten sich neue Möglichkeiten. Georg Kamptner hat bereits vor über 15 Jahren mit dem Beerengarten Fuxengut die Möglichkeiten der stadtnahen Landwirtschaft erkannt. Die Eröffnung des Beerengartens war in etwa zu jenem Zeitpunkt, als ich mich nach abgeschlossener Matura vom Fuxengut in Richtung Wien aufmachte – zum Studium der „Landschaftsplanung und Landschaftspflege“. Nach Studienabschluss – mittlerweile mit Igor verheiratet - folgte eine Anstellung als Assistentin am Fachbereich für Landschaftsplanung der Technischen Uni Wien. Bereits seit Studienzeiten war ich als Gärtnerin in einem Wiener Privatkrankenhaus angestellt. Auch Igor arbeitete bereits als Gärtner und Baumpfleger. Aber regelmäßig, gut alle zwei Wochenenden zog es uns aufs Fuxengut. Zwei große Gemüsegärten hatten wir uns über die Jahre angelegt, die uns von Frühling bis Herbst mit Gemüse versorgten. Die Idee, zurück aufs Fuxengut zu ziehen, kam uns bereits vor einigen Jahren. Verlockend schienen uns die zunehmenden Möglichkeiten eines stadtnahen Landwirtschaftsbetriebs. Landschaftsplanung und Landschaftspflege nicht mehr nur in der Theorie. Baumschnitt und Gartenbau nicht mehr nur für andere. Sondern ein eigenes Projekt aufbauen, bei dem wir unsere bisherigen Erfahrungen nutzen und entwickeln können. Innovative Landwirtschaft zwischen Stadt und Land, die sich den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen stellt.
Am Fuxengut, das nunmehr unmittelbar an den verdichteten Siedlungsraum von Steyr und Garsten angrenzt, eröffneten sich neue Möglichkeiten. Georg Kamptner hat bereits vor über 15 Jahren mit dem Beerengarten Fuxengut die Möglichkeiten der stadtnahen Landwirtschaft erkannt. Die Eröffnung des Beerengartens war in etwa zu jenem Zeitpunkt, als ich mich nach abgeschlossener Matura vom Fuxengut in Richtung Wien aufmachte – zum Studium der „Landschaftsplanung und Landschaftspflege“. Nach Studienabschluss – mittlerweile mit Igor verheiratet - folgte eine Anstellung als Assistentin am Fachbereich für Landschaftsplanung der Technischen Uni Wien. Bereits seit Studienzeiten war ich als Gärtnerin in einem Wiener Privatkrankenhaus angestellt. Auch Igor arbeitete bereits als Gärtner und Baumpfleger. Aber regelmäßig, gut alle zwei Wochenenden zog es uns aufs Fuxengut. Zwei große Gemüsegärten hatten wir uns über die Jahre angelegt, die uns von Frühling bis Herbst mit Gemüse versorgten. Die Idee, zurück aufs Fuxengut zu ziehen, kam uns bereits vor einigen Jahren. Verlockend schienen uns die zunehmenden Möglichkeiten eines stadtnahen Landwirtschaftsbetriebs. Landschaftsplanung und Landschaftspflege nicht mehr nur in der Theorie. Baumschnitt und Gartenbau nicht mehr nur für andere. Sondern ein eigenes Projekt aufbauen, bei dem wir unsere bisherigen Erfahrungen nutzen und entwickeln können. Innovative Landwirtschaft zwischen Stadt und Land, die sich den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen stellt.